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Winzige Magnete mit großem Potenzial
Bauteile und Materialien mit winzigen magnetischen Strukturen in der Größe von Millionstel Millimetern haben vielversprechende Einsatzmöglichkeiten in schnellen Computerspeichern, kleinen Sensoren in Autos oder in tragbaren medizinischen Analysegeräten. Während magnetische Effekte im Nanometer- und Mikrometerbereich vor wenigen Jahren noch reine Grundlagenforschung waren, geht es heute um die Verwendung in Produkten. Mit der neuen Fördermaßnahme 'Magnetische Mikro- und Nanotechnologien' möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Weg von der Forschung in Produkte
beschleunigen und besonders kleine und mittelständische Unternehmen beim Einsatz der Technologie unterstützen. Dazu stellt das Ministerium in den nächsten drei Jahren 20 Millionen Euro bereit.
Mikrokomponenten auf der Basis von magnetischen Effekten bringen viele Vorteile mit: Sie lassen sich gut unter rauen Umgebungsbedingungen betreiben, verbrauchen wenig Energie, sind wartungsarm, preiswert und können sehr flexibel in verschiedene Anwendungen eingepasst werden. Die möglichen Produkte reichen von schnellen, magnetoelektronischen Arbeitspeichern MRAM, die im Unterschied zu den derzeit in Computern genutzten DRAM auch bei kurzzeitigem Stromausfall die Daten weiterhin speichern können, über sehr kleine und robuste Sensoren und Aktoren für Automobilanwendungen und für die industrielle Automatisierungstechnik bis hin zu hochempfindlichen Detektoren für biologische Stoffe in der medizinischen Analytik. Beispielsweise werden derzeit Systeme auf der Basis von speziell beschichteten magnetischen Kügelchen und magnetischen Sensoren entwickelt.
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